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Tag 3: Wie ist das passiert?

Willkommen zurück.

Heute wirst du den eigentlichen Grund für dein Unglücklichsein erfahren. Dabei spielt dein Selbstbild, oder auch dein sogenanntes “Ego” eine große Rolle.

Wenn ich von Ego spreche, meine ich, dass du eine persönliche Philosophie entwickelt hast, die dir Vorgaben gibt, was du im Leben für wichtig, und für unwichtig hältst.

Was ist das Ego?

Es ist die Art und Weise wie du dich selbst und andere bewertest.

Manchmal wird dieses Thema ein wenig zu “abstrakt“. Um es zurück ins tägliche Leben zu bringen, lass mich die fünf Kernbestandteile des Egos durchgehen. Dies sind fünf Arten, wie wir derzeit unser Leben betrachten.

Du bewertest dich (und andere) basierend auf:

1. Was du hast. Dies ist wahrscheinlich die bekannteste und am meisten verstandene Version des Egos. Menschen die sich selbst und andere danach bewerten welches Haus sie haben, welches Auto sie fahren und ob sie das neueste iPhone haben oder nicht. Wenn du so bist, ist dein Gedankenraum oft damit beschäftigt, darüber nachzudenken wie du mehr Geld bekommst, ein größeres Haus, oder was du dir mit deiner neuen Gehaltserhöhung kaufen wirst oder Menschen zu beurteilen, die weniger haben als du. Es ist manchmal schwer zuzugeben, aber wir alle tun das an dem einen oder anderen Punkt.

2. Was du tust. Dieses Wertesystem sieht deinen Beruf oder dein Lebenswerk als einen Weg, um deinen Wert zu bestimmen. Es basiert komplett auf dem, was du für wichtig hältst. Das bedeutet, dass du dich vielleicht aufgrund deiner Fähigkeiten als Arzt oder Anwalt wertschätzt, aber jemand anderes könnte sich aufgrund seiner Arbeit als Elternteil oder Aktivist wertschätzen. Es spielt keine Rolle was du tust. Es kommt darauf an, ob du aus dem was du tust, Wert schöpfst. Das bedeutet wenn du einen guten Job machst, denkst du, dass du großartig bist. Aber wenn du keinen guten Job machst, denkst du, dass du ein Versager bist.

3. Was andere denken. So viele von uns legen ihren Wert darauf was andere denken – unsere Eltern, unsere Ehepartner, unsere Freunde und sogar Fremde. Wir wollen auf eine bestimmte Art und Weise von anderen gesehen werden, also tun wir alles was wir denken, dass wir tun “sollten”, um ein bestimmtes Bild zu vermitteln. Wenn die Leute uns mögen, fühlen wir uns gut. Wenn man uns nicht mag, fühlen wir uns schlecht.

4. Was du denkst. Wir alle haben Überzeugungen nach denen wir uns selbst bewerten, basierend darauf wie sehr unsere Handlungen mit diesen Überzeugungen übereinstimmen. Hier ist ein Beispiel: Pünktlichkeit. Früher war ich so besorgt darüber pünktlich zu sein, und wenn ich zu spät kam, habe ich mich endlos dafür geprügelt. Damit will ich nicht sagen, dass es gut ist zu spät zu kommen, aber sobald du anfängst dich zu schämen oder dich weniger wert zu fühlen, hast du dein Ego überschritten. Sag dass es dir leid tut und mach es beim nächsten Mal besser, aber mach dich nicht selbst deswegen fertig – das tut niemandem gut.

5. Deine eigene Wichtigkeit. In Ordnung, hier ist das große Ding. Wie die anderen auch, machen wir das alle. Wir alle denken, dass wir wichtig sind. Auf der einen Seite ist das wahr: Du hast einen Wert. Allerdings bist du nicht wichtiger als jeder andere. Und du bist auch nicht weniger wichtig als jeder andere. Aber das ist nicht wie wir die Welt sehen. Wir sehen uns selbst als einzigartig, anders und unabhängig vom Rest der Welt, deshalb beurteilen wir uns und andere ständig. Das ist kein Weg zum Glück!

Wie du sehen kannst, haben wir alle ein großes Ego, weil wir uns alle auf diese Weise bewerten. Das Problem ist jedoch, dass diese Dinge uns auch unglücklich machen.

In der nächsten Lektion werde ich darauf eingehen, wie sich das in unserem täglichen Leben auswirkt und warum deine derzeitige Einstellung zum Glücklichsein dich im Stich gelassen hat.

Bis Morgen