6 Minutes31. Mai 2020
Hör auf so viel Zeit in deinem Kopf zu verbringen

Ich weiß etwas über dich, ohne dich zu kennen. Ich wette, du verbringst sehr viel Zeit in deinem Kopf.

Du weißt schon, nachdenken, sich Sorgen machen, Stress machen, ausflippen – nenn es, wie du willst. Ich nenne es einen besorgten Geist. Und womit?

99% Ihrer Gedanken sind nutzlos. William James hat es am besten ausgedrückt:

„Sehr viele Menschen denken, dass sie denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen.“

Mein ganzes Leben lang war ich von praktischen Dingen besessen. Praktische Philosophie, praktisches Wissen, praktische Bücher, praktische Arbeit und praktische Ratschläge.

Diese Idee stammt aus dem Pragmatismus, einer philosophischen Tradition, die im 19. Jahrhundert in Amerika begann. Charles Sanders Peirce, der in Harvard Professor war, gilt als „Vater des Pragmatismus“.

Aber es war William James, ein ausgebildeter Arzt, der zum Philosophen wurde, der die Philosophie wirklich definierte.

Über Gedanken, Sorgen und Stress, sagt William James:

„Die größte Waffe gegen Stress ist unsere Fähigkeit, einen Gedanken einem anderen vorzuziehen.“

Der Pragmatismus glaubt, dass der Verstand ein Werkzeug ist. Dein Verstand sollte für dich arbeiten, nicht gegen dich. Menschen, die ihren Verstand nicht beherrschen, glauben nicht daran, dass es möglich ist.

Sie sagen: „Ich kann nicht anders, als diese Dinge zu denken.“

Nun, mit genügend Übung kannst du das. Es ist eine Fähigkeit.

Du hast die Fähigkeit, zu entscheiden, was du denkst. Oder du kannst wählen, NICHT zu denken.

Und das ist eines der wichtigsten und praktischsten Dinge, die man im Leben lernen kann. Bevor ich diese Fähigkeit erlernte, verbrachte ich stundenlang in meinem Kopf.

Denke einfach darüber nach, wie viel du denkst.

  • „Ich frage mich, was mein Chef denkt?“
  • „Was passiert, wenn ich Mist baue und meinen Job verliere?“
  • „Liebt sie mich?“
  • „Ich glaube, ich bin ihm egal.“
  • „Ich versage einfach immer wieder.“
  • „Warum ist mein Leben beschissen?“
  • „Was ist, wenn ich Krebs bekomme?“
  • „Ich kümmere mich nicht um meinen Job. Stimmt etwas mit mir nicht?“
  • „Ich kann nichts zu Ende bringen. Was stimmt nicht mit mir?“

Und die Liste geht weiter. Das ist alles echter Scheiß. Das ist Zeug, das mir die Leute erzählen, wenn ich sie frage, worüber sie sich Sorgen machen.

Weißt du, was diese Gedanken mit dir machen? Schuld, Wut, Leid, Stress.

Ich habe nur eine Frage an dich: Was ist der praktische Nutzen Deiner Gedanken?

Ja? Ich warte. Immer noch keine Antwort? Ganz genau.

Die Gedanken haben keinen Nutzen. Das heißt, 99% von ihnen.

Welche Gedanken sind nützlich?

Darüber nachzudenken, wie man Probleme lösen kann. Ein Problem ist nur eine unbeantwortete Frage. Setze dein Gehirn ein und denke darüber nach, wie du Probleme lösen kannst. Davon gibt es eine Menge auf dieser Erde.
Wissen verstehen. Das bedeutet Folgendes: Versuche, Wissen zu verinnerlichen, und denke darüber nach, wie du dieses Wissen nutzen kannst, um dein Leben, deine Karriere, deine Arbeit, deine Beziehungen usw. zu verbessern.

Und das ist alles. Du kannst jeden anderen Gedanken ignorieren.

Wenn du ständig nachdenkst, liegt das daran, dass du deinen Verstand noch nicht‘ trainiert hast. Du MUSST aus deinem Kopf herauskommen.

Wenn nicht, wird man verrückt. Jeder wird das tun. Ohne Ausnahme.

Außerdem denkst du wahrscheinlich so viel nach, dass du das Leben verpasst. Hast du heute Morgen den Sonnenschein bemerkt, als du aufgewacht bist? Oder die Regentropfen? Hast du den Geruch deines Kaffees bemerkt? Hast du die Konsistenz deines Müslis gespürt?

Wenn deine Antwort nein ist, musst du definitiv aus deinem Kopf verschwinden. Hör auf zu denken und fang an zu fühlen.

Nun denkst du vielleicht: „Wie trainiere ich mich, damit ich aufhöre, unnütze Gedanken zu denken?

Bewusstsein.
Damit fängt es an. Jedes Mal, wenn du anfängst abzudriften, werde dir dessen bewusst. Beobachte einfach dein Gehirn, deine Gedanken. Trete aus dir heraus und beobachte einfach die verrückte Scheiße, an die du denkst.
Urteile nicht. Denke nicht, dass du blöd bist. Wenn du das tust, denkst du wieder.
Nein, was du tun willst, ist, deine Gedanken neutral zu beobachten. So als würdest du Wolken beobachten die von einer Seite, zur anderen vorbei ziehen. Sei ein neutraler Betrachter und dir wird schnell klar, dass deine Gedanken nur ein Teil von dir sind, die ab und zu wie eine Seifenblase auftauchen und gleich wieder so schnell verschwinden.
„Wenn du deine Meinung ändern kannst, kannst du auch dein Leben ändern.“
– William James
Bist du wieder in der Realität? Spürst du deine Augen, wenn du die Buchstaben auf deinem Bildschirm liest? Fühlst Du Dein Telefon in Deiner Hand? Denkst du darüber nach, wie du diese Informationen in deinem Leben anwenden wirst?
Sehr gut. Du verwendest deinen Verstand, und es ist nicht umgekehrt. Benutze weiterhin dein Gehirn.
Denn ich sage dir eins: Es ist das mächtigste Werkzeug der Welt.